Professionelle Trauerbegleitung

Im Trauerfall ist die Unterstützung von Familie und Freunden bei der Trauerbewältigung sehr hilfreich. Manchmal aber stoßen auch die Mitmenschen selbst an ihre Grenzen oder vielleicht möchte man ja nicht länger „lästig“ sein. Oder aber die Anteilnahme des Umfelds nimmt ab, man fällt in ein Loch, fühlt sich einsam und allein gelassen. In solchen Fällen kann die professionelle Trauerbegleitung weiterhelfen und Beistand leisten. 

Niemand muss alleine diesen beschwerlichen Weg bestreiten – wenn Sie möchten, stehe ich Ihnen zur Seite. Mit meiner Empathie und meinem Einfühlungsvermögen, mit meiner guten Intuition, mit dem richtigen Maß an Respekt, Nähe und Distanz, vor allem aber aus ganzem Herzen und der entsprechenden Pietät. Als Trauerbegleiterin bin ich Impulsgeberin. Was guttut, entscheiden Sie selbst, ich unterstütze Sie nur dabei. Neben der Fachqualifikation, die ich absolvierte, befinde ich mich aktuell in der Ausbildung zur ehrenamtlichen Trauer- und Sterbebegleiterin beim Hospizverein Offenburg e.V. Kurzum: ich bin für Sie da – menschlich und fachlich*.

Neben den Einzelsitzungen biete ich auch Gruppentermine an. In der Gruppe finden Sie Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind wie Sie, die vielleicht ähnlich empfinden wie Sie. Hier können Sie sich austauschen, Verständnis finden und sich gegenseitig ermutigen.

Das Programm für die Gruppentermine 2023 sind derzeit in Bearbeitung. 

*Im weitesten Sinne kann der Aufgabenbereich von Trauerbegleitern als Trauerarbeit und eine Form der psychologischen Betreuung trauernder Menschen beschrieben werden. Jedoch ist der Beistand von Trauerbegleitern klar von einer ärztlichen, psychotherapeutischen Betreuung abzugrenzen. Eine Traumareaktion bedarf der ärztlichen Betreuung, während eine Trauerreaktion im Trauerfall durch die Unterstützung und Hilfe eines Trauerbegleiters aufgearbeitet werden kann (vgl.: https://www.bestatter.de/wissen/trauerhilfe-und-trauerbewaeltigung/trauerbegleitung/).

Trauern heißt SEIN dürfen

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, katapultiert uns das Leben in eine emotionale Ausnahmesituation. Eine emotionale Ausnahmesituation, die sich bei jedem Menschen anders äußert. In der Gefühlswelt, in der Dauer des Trauerprozesses und der Intensität. Und das ist gut so, denn wir alle sind Individuen. Gerade in der Trauerbegleitung geht es darum, die Bedürfnisse des eigenen ICHs zu erkennen und ihm Raum und Zeit zu geben. Es geht darum SEIN zu dürfen, fernab von jeglichem gesellschaftlichen Druck und dem Irrglauben innerhalb weniger Wochen wieder funktionieren zu müssen.  

 

Trauer ist eine natürliche und lebenswichtige Reaktion, vor allem dann, wenn man einen geliebten Menschen verloren hat. Trauern gehört zum Leben und auch zum Abschiednehmen.

 

Manchmal braucht es eben länger, um über den Verlust eines geliebten Menschen hinwegzukommen. Die Dauer des Trauerprozesses ist individuell und nicht im Vorfeld bestimmbar. Egal ob lang oder kurz, damit aber die aktuelle psychische Belastung nicht zu einem chronisch-seelischen Problem wird ist wichtig: die Trauer sollte nicht verdrängt, sondern in all ihren Phasen verstanden, durchlebt und verarbeitet werden. Denn genau das gibt uns die nötige Kraft und Stärke, um zurück in den Alltag zu finden und diesen mit Lebensfreude erfolgreich zu meistern. Nicht so, wie er einst war, aber anders. Gemeinsam werden wir dem Menschen, den Sie gerade erst verloren haben einen neuen Platz in Ihrem Leben geben. 

 

Wir brauchen nicht so fortzuleben,
wie wir gestern gelebt haben.
Machen wir uns von dieser Anschauung los,
und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein. 

                                                                                                          (Christian Morgenstern)

Stärke, Mut, Vertrauen 

Trauerarbeit erfordert Stärke und Mut. Mut, sich dem Schmerz zu stellen und Mut sich für Heilung zu öffnen. Und Trauer in Ihrer Gesamtheit zuzulassen ist keine Schwäche, sondern eine Stärke. Damit dies geschehen kann, ist bei der gemeinsamen Trauerarbeit gegenseitiges Vertrauen eine grundlegende Voraussetzung. Das Vertrauen, das Sie mir schenken, ist etwas ganz Besonderes und Wertvolles für mich, etwas das ich schätze, stets mit Respekt behandle und achte. Alles was wir miteinander erarbeiten und besprechen behandle ich natürlich streng vertraulich.  

Leitgedanken der Trauerbegleitung

  • Trauern ist eine lebensnotwendige und natürliche Reaktion
  • Es gibt kein richtiges oder falsches Trauern
  • Trauer zulassen ist eine Stärke, keine Schwäche
  • Trauern heißt lebendig sein und birgt großes Potential für persönliche Entwicklung
  • Trauern betrifft Körper, Geist und Seele
  • Jeder Mensch trauert anders
  • Trauer braucht Raum und Zeit
  • Trauern ist ein Prozess von unterschiedlicher Dauer
  • Unverarbeitete Trauer kann zu seelischen Schäden führen 
  • Trauerarbeit heißt den dunklen Stunden Farbe geben

Trauerreden & Trauerbegleitung – eine Symbiose

Trauerreden und Trauerbegleitung gehen unabdingbar miteinander einher, denn Trauerbegleitung fängt bereits beim ersten Kontakt mit den Hinterbliebenen an. Dieser Verantwortung bin ich mir bewusst. Und so blieb der Gedanke, nicht nur mit meinem Einfühlungsvermögen, sondern auch als geschulte Trauerbegleiterin für Sie da zu sein, nicht nur ein Gedanke, sondern eine logische Konsequenz, die ich in die Tat umsetzte. Es ist mir wichtig, Ihnen von Anfang an eine gute und professionelle Stütze zu sein.

In meiner Rolle als Trauerrednerin bekomme ich bereits während des gesamten Prozesses zur Vorbereitung der Trauerfeier tiefe Einblicke in das Leben des Verstorbenen, aber auch in das der Angehörigen. Als Trauerrednerin endet der Kontakt mit den Angehörigen meist mit dem Abschluss der Trauerfeier oder der Beisetzung am Grab. Also genau dann, wenn es doch wichtig wäre, gerade nach diesem Ereignis eine Begleitung zu haben, um dem Alltag wieder zu begegnen. Und so ist es für mich ein Herzensanliegen, auf dem bereits geschaffenen Vertrauen aufzubauen und Ihnen auch nach der Trauerfeier weiterhin als Trauerbegleiterin zur Verfügung zu stehen, sofern Sie das möchten – sprechen Sie mich gerne an. 

Ablauf

  1.  Sie kontaktieren mich entweder telefonisch, über das Kontaktformular oder auch gerne per E-Mail.
  2. Ganz am Anfang steht die Bestandsaufnahme. In unserem Erstkontakt vereinbaren einen persönlichen Kennenlerntermin. 
  3. Danach entscheiden wir, ob die Trauerbegleitung zustande kommt oder nicht und besprechen ggf. die weitere Vorgehensweise.  

 

© Urheberrecht. Alle Rechte vorbehalten.